Stehen drückt die vollendete Form des Gleichgewichts aus,

Gehen heißt sich bewegen, auf etwas Neues zugehen,

sich weiterentwickeln.

 
     

 

Praxis für Neurophysiologische Entwicklungsförderung

Marita Zaremba-Lenzen

◆ Physiotherapeutin, spezialisiert auf Säuglinge und Kinder

Heilpraktikerin (Physiotherapie)

Ausbildung zur Neurophysiologischen Entwicklungsförderin am Institut für Neurophysiologische Psychologie (INPP) in Laboe

◆ Dozentin für ganzheitliches Lernen und Bewegen, Guckloch GmbH

 

In den Weihern 1

53940 Hellenthal-Reifferscheid

Tel. 02482 - 125184

zaremba-lenzen(ät)gmx.de




Hintergrund

Leben und Bewegung sind untrennbar miteinander verbunden. Das Kind muss sich im Mutterleib bewegen, um sich entwickeln zu können. Das geschieht mithilfe von automatisch ablaufenden Bewegungsmustern, den frühkindlichen Reflexen. Diese tragen zum Aufbau von Muskelspannung und über die Wahrnehmung der Bewegung zum Aufbau von Nervenschaltkreisen und somit zur Hirnausreifung bei.
Sie spielen auch eine zentrale Rolle bei der Geburt und sichern das Überleben des Kindes in den ersten Wochen.

Wenn das Kind dann beginnt, sich aktiv zu bewegen und gezielt auf Reize zu reagieren, haben diese stereotypen Bewegungsmuster ausgedient.
Nun entwickeln sich die Halte- und Stellreaktionen, die die Grundlage für die notwendige automatisch ablaufende Kontrolle über das Gleichgewicht und die Körperhaltung bilden. Diese ermöglichen es, dass wir uns in allen Körperpositionen mühelos und ohne darüber nachzudenken bewegen können.

Störende Einflüsse während der Schwangerschaft oder unter der Geburt können diese Entwicklung beeinträchtigen und bewirken, dass Reste dieser Reflexe aktiv bleiben. Sie erschweren das Abspeichern und Verknüpfen der eingehenden Sinneserfahrungen. So kann sich das Gleichgewicht nicht automatisieren und die Koordination von Bewegungen bleibt sehr aufwendig. Es wird sehr viel Energie gebraucht, die dann fehlt für Aufmerksamkeit und Konzentration.

Das kann sich in Bewegungsunruhe, ängstlichem oder trotzigem Verhalten und einer hohen Ablenkbarkeit zeigen.

In der Schule treten häufig eine verkrampfte Stifthaltung, Verdrehen von Buchstaben, Schwierigkeiten beim Lesen, Rechnen und beim Erlernen der Schreibschrift auf.

Behandlungsansatz

Die Neurophysiologische Entwicklungsförderung eröffnet die Chance, an den Ursachen der Probleme zu arbeiten und nicht nur einige Symptome zu verbessern.

In einem ausführlichen Anamnesegespräch mit den Eltern wird herausgefunden, ob die Auffälligkeiten in dieser neurophysiologischen Reifestörung begründet sind. Dann erfolgt eine umfangreiche Befunderhebung. Mit diesen Ergebnissen wird ein individuelles Übungsprogramm ausgearbeitet und eingeübt, das zu Hause täglich circa 5-10 Minuten durchgeführt werden muss.

Alle 6 - 8 Wochen werden die Behandlungsergebnisse überprüft und das Programm angepasst. Die Therapie umfasst einen Zeitraum von 1-1,5 Jahren.

Das Bewegungsübungsprogramm ermöglicht es, nicht durchlaufene Entwicklungsschritte in einem zweiten Anlauf nachzuholen. Damit bekommt das Kind ein stabiles Fundament, um sein Potential nutzen zu können.